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2. Die Zeit und das Leben vor den Urkunden

....reicht weit zurück in das Dunkel der Geschichte! Menschen gab es in unserer Heimat schon viele tausend Jahre vor Christi Geburt, als Großwildjäger in der Altsteinzeit und seßhafter werdend in der Jungsteinzeit (seit 3000 v. Chr.). Vom Töpfern, Steine schleifen und bohren sowie vom Getreide bauen, zeugen zahlreiche Funde In der fruchtbaren Gegend zwischen Hohlach, Uffenheim, Bullenheim und Ergersheim. Besonders interessant sind die "Kanonenkugeln" vom Altenberg bei Ergersheim, mit denen unsere Vorfahren die Tierknochen aufschlugen, um das gute Mark essen zu können. Auf die bandkeramischen Siedlungsfunde nordwestlich des Bahnhofs Ermetzhofen möchte ich besonders hinweisen.

 

Aus der Bronzezeit (seit 1800 v.Chr.) gibt es Grabhügelfunde auch in Ergersheim und viele andere Zeugnisse der frühen Besiedlung, die z.B. durch den Gipsabbau der Firma Knauf erst in jüngster Zeit ans Tageslicht kamen.

 

450 v.Chr. beginnt die Zeit der Kelten. Man denke an die "Vier-eckschanzen" von Hinterpfeinach und an die Goldfunde vom Bul-lenheimer Berg, die erst vor wenigen Jahren einen modernen Krimi auslösten: von der räuberischen Schatzsuche mit modernen elektromagnetischen Sonden bis zum teuren Ankauf der Funde durch das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege.

 

Dann kamen die Germanen zwischen dem 3. und 5. Jh. n.Chr. in unsere Gegend, vor allem die Burgunder und Allemannen. Die be-rühmteste Ergersheimerin aus dieser Zeit der Völkerwanderung ruht heute im Gollachgau-Museum in Uffenheim, geschmückt mit einer bronzenen Kleiderfibel. Sie wurde beim Bau der Umgehungsstraße von Ergersheim gefunden und der Volksmund nennt sie liebevoll "Ergi " in Anlehnung an das berühmte Vorbild aus dem Ötztal.